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Beeindruckende Ehrung für den getöteten Polizisten in Brüssel

Vor dem Justizpalast in Brüssel haben am Montagvormittag rund 1.000 Polizisten aus ganz Belgien ihrem am Donnerstag in Schaarbeek von einem als gefährlich eingestuften Extremisten erstochenen Kollegen Thomas Monjoie (29) gedacht. Mit dieser Zusammenkunft wollten die Polizisten Justiz und Politik ein Signal geben, dass sie besser gegen Gewalt geschützt werden wollen.

Wichtig für die Polizeibeamten aus dem ganzen Land war aber auch, dass sie auf diese Weise ihrem Kollegen ihre Ehre erweisen konnten. Das Gedenken inklusive einer Schweigeminute mit anschließendem Applaus und Sirenengeheul und sogar der „Last Post“ am Poelaert-Platz vor dem Brüsseler Justizpalast ließ die Polizisten gemeinsam trauern.

Zu ihnen gesellten sich noch dutzende Feuerwehrleute, Notarztteams und sogar Mitarbeiter von privaten Sicherheitsfirmen. Mit Reden oder Ansprachen hielten sich die Polizisten eher zurück. Beeindruckend war ein Satz eines Kripobeamten in Zivil: „Jeden Tag nehmen wir Abschied von unseren Familien, bevor wir zur Arbeit gehen. Doch in den letzten Jahren kommen einige von uns nicht mehr nach Hause.“

Dass die Polizistinnen und Polizisten ein deutliches Signal mit dieser Aktion setzten, ist deutlich. Was sie damit meinten, unterstrich Isabella Caponi, eine Kommissarin der Bundespolizei aus Namür: „Unser Gefühl ist, dass wir Angst haben. Wir haben Angst aber nicht wegen unseres Auftrags, sondern weil wir befürchten, wieder nicht gehört zu werden.“

Nicolas Maeterlinck

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