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Das belgisch-niederländische Scheldedelta auf der Liste der Kandidaten für das UNESCO-Label "Geopark"

Das Scheldedelta (Fotos), der Mündungsbereich der Schelde in die Nordsee, der sich zwischen Belgien und den Niederlanden erstreckt, wird jetzt auf der Liste der Kandidaten für das Label "Globaler Geopark" der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) aufgeführt, wie die Provinz Antwerpen am Freitag bekannt gab. Diese Auszeichnung soll die geologische, ökologische und kulturelle Bedeutung der Region unterstreichen.

Das Scheldedelta erstreckt sich über die Provinzen Antwerpen, West- und Ostflandern sowie über die niederländischen Provinzen Nordbrabant und Zeeland. Wissenschaftlich gesehen handelt es sich um ein Ästuar, also eine gezeitenabhängige Region, in der das Salzwasser des Meeres und das Süßwasser der Flüsse aufeinandertreffen.

Die Landschaft wird durch den Lauf der Schelde geprägt, aber auch durch die menschliche Aktivität, die sich in der Umgebung entwickelt hat und Deiche, Mühlen und manchmal versunkene Dörfer zur Folge hatte.

Eine Anerkennung durch die UNESCO würde dem Gebiet zwar keinen zusätzlichen Schutz bieten, aber Aufmerksamkeit erzeugen und Türen in den Bereichen wissenschaftliche Forschung und Tourismus öffnen. Die an der Bewirtschaftung des Deltas beteiligten Entscheidungsträger könnten so eher bereit sein, die geologische, kulturelle und ökologische Bedeutung des Deltas zu bewahren.

Wenn das Scheldedelta die Auszeichnung "Globaler Geopark" erhält, wird es mit seinen 5.500 km2 zu einem der größten Gebiete unter den 177 Geoparks, die bereits in die UNESCO-Liste aufgenommen wurden und sich in 46 Ländern der Welt befinden.

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James Arthur Photography
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