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Handelsmission: Große belgische Wirtschafts-Delegation in Japan

Eine große belgische Delegation ist zu einer fünftägigen Wirtschafts- und Handelsmission in Japan angekommen. Prinzessin Astrid leitet diese Mission und in ihrer Begleitung sind auch einige Bundes- und Landesminister. Die fast 600 Teilnehmer umfassende Delegation wurde am Montagmittag (japanische Zeit) von Premierminister Fumio Kishida begrüßt.

Diese Mission ist eine der größten ihrer Art unseres Landes. Fast 600 Vertreter aus der wirtschaftlichen und der akademischen Welt aus Belgien nehmen daran teil. Besucht werden neben Tokio auch Nagoya, Osaka und Kyoto. Zwischen den Häfen Antwerpen und Nagoya besteht schon lange eine enge Partnerschaft.

Japan ist für Belgien ein sehr wichtiger Handelspartner. Wie wichtig, unterstrich Bundesaußenministerin Hadja Lahbib am Montag am Rande der Mission in Tokio: „Wir haben eine lange Tradition der Freundschaft mit Japan. Das ist ein stabiles Land, dass mit uns gleichgestimmt ist, wie man in diplomatischen Kreisen dazu sagt. Wir teilen mit Japan viele Werte. Japan ist eine starke Demokratie mit einer starken Wirtschaft und deshalb sind alle Bedingungen erfüllt, um Investoren anzuziehen und Partnerschaften zu entwickeln, sowohl in der akademischen Welt, als auch in der wirtschaftlichen Sphäre.“  

An dieser Handelsmission nehmen auch Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA), Brüssels regionaler Außenhandels-Staatssekretär Pascal Smet (Vooruit/one.brussels) sowie Belgiens Staatssekretär für Digitalisierung, Mathieu Michel (MR) teil. Von wallonischer Seite her ist in der Delegation, denn dort findet angesichts einer gespannten Finanzlage eine Haushalts-Konklave statt. 

Lange Tradition von Freundschaft und Partnerschaft

Die engen Verbindungen zwischen Belgien und Japan bestehen seit der Unterzeichnung des ersten bilateralen Vertrags für Freundschaft, Handel und Seefahrt im Jahr 1866. Seit dem hat sich Japan zu einem der wichtigsten Investoren in Belgien entwickelt. Heute sind 237 japanische Unternehmen in unserem Land aktiv und auf der Gegenseite sind rund 80 belgische Unternehmen am japanischen Markt mit Vertretungen anwesend. Belgien ist innerhalb der EU der drittwichtigste Importeur von Waren und Gütern aus Japan (9,3 Mia. € im Jahr 2021) und der zweitwichtigste Exporteur (7,6 Mio. € in 2021) - natürlich auch dank der Ausfuhr von hier produzierten Covid-19-Impfstoffen.

Natürlich kreisen im Rahmen dieser belgischen Handelsmission in Japan die Gespräche auch um den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise. Doch auch spezifische Themen, wie Offshore-Windenergie, die Entwicklung von nachhaltiger Energie und Dekarbonisierung der Schifffahrt sowie Mobilität stehen auf den Tagesordnungen. 

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