Cyberattacke auf die digitalen Netze der Behörden und Ämter der Stadt Antwerpen

In der Nacht zum Dienstag wurde auf die Stadtverwaltung Antwerpen eine Cyberattacke verübt. Bis weit in den Dienstagnachmittag hinein waren die digitalen Netze der Stadt erheblich gestört. Am Dienstag wurden dadurch alle Termine der Bürger an den Schaltern annulliert. Die betroffenen Bürger müssen jetzt alle neue Termine mit den Ämtern vereinbaren.

Von dem Cyberangriff waren und sind viele kommunale Dienststellen betroffen, u.a. auch Polizei und Feuerwehr. In den städtischen Schulen und Kindergärten konnten die Computer z.B. nicht genutzt werden. Davon sind auch Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie die kommunalen Museen und Archive betroffen.

Aber, offenbar ist nicht jede Dienststelle gleichermaßen betroffen und während einige Einrichtungen nicht arbeiten können, ist bei anderen in gewissem Maße auch digitale Arbeit möglich.

Unklar ist, woher dieser Cyberangriff kam oder ob die Hacker möglicherweise ein Lösegeld gefordert haben. Undeutlich ist auch, wie lange es dauern wird, bis die Probleme gelöst sind. Die Webseite der Stadt Antwerpen war zeitweise völlig außer Gefecht gesetzt. Die Schalter der Stadt sollten am Dienstag ab 12 Uhr wieder geöffnet werden, doch dies musste abgesagt werden. Am Mittwoch hieß es aus Antwerpen, dass die Folgen des Cyberangriffs noch mindestens eine Woche lang zu spüren seien... 

Die Antwerpener Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, wie deren Sprecher Kristof Aerts dazu sagte: „es handelt sich hier um ernste Fakten. Es ist also logisch, dass wir so schnell wie möglich eine Untersuchung eingeleitet haben. Wir haben die ‚Computer Crime Unit‘ darum gebeten, die eine oder andere Untersuchung vorzunehmen. Damit werden wir weiter gegen die Verantwortlichen für diesen Cyberangriff ermitteln können.“ 

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