BELGA

Übernahme: Rettung für 11 belgische Metro-Warenhäuser

Die niederländische Großhandels-Gruppe Sligro übernimmt 10 belgische Metro-Warenhäuser. Eine 11. Filiale geht an die westflämische Gruppe Horeca Totaal. Damit ist für den Metro-Bereich eine Lösung gefunden. Für Makro Cash & Carry Belgium wurde ein Angebot verworfen. Jetzt hängt dort alles vom luxemburgischen Investmentfonds Bronze Properties ab, dem aktuellen Besitzer von Makro in Belgien.

Das Antwerpener Handelsgericht hat dem Übernahmeangebot von Sligro und Horeca Totaal für die insgesamt 11 belgischen Metro-Warenhäuser zugestimmt. Insgesamt geht es dabei um 47 Mio. € für die Immobilien plus 75 % des Netto-Einkaufswertes der Waren, die noch immer in den Geschäften und in den Lagern bei Metro vorrätig sind.

Damit sind für den „gesunden Teil“ des Angebots Käufer gefunden. Sligro übernimmt 10 Metro-Filialen, außer die in Antwerpen-Nord. Hier hat die niederländische Gruppe bereits ein eigenes Warenhaus. Sligro übernimmt zudem rund 500 Mitarbeiter der bisherigen Metro-Belegschaft.

Horeca Totaal übernimmt das Metro-Warenhaus im ostflämischen Evergem. 

Und Makro?

Für Makro Cash & Carry Belgium sieht die Sache aber derzeit nicht gut aus. Der verlustreiche Makro-Teil der Gruppe findet keinen Übernahmekandidaten. Das Handelsgericht hatte zuletzt ein Angebot abgelehnt. In den 6 Makro-Supermärkten arbeiten derzeit rund 1.200 Beschäftigte.

Was jetzt mit Makro passiert, liegt in den Händen des luxemburgischen Investmentfonds Bronze Properties. Im Prinzip gilt für Makro Cash & Carry Belgium noch bis zum 14. Januar 2023 Gläubigerschutz. Zwei Tage später können die Gläubiger ihren Claim einreichen und das bedeutet faktisch den Konkurs für die belgische Makro. 

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