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Belgiens Kommunen können einfacher gegen zu schwere LKW in Wohngebieten oder Ortskernen vorgehen

Die Städte und Gemeinden in Belgien können in Zukunft einfacher gegen den Schwerlastverkehr durch Wohngebiete, Ortskerne oder Stadtzentren vorgehen. Laut der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad konnten bisher entsprechende Verstöße kaum bewiesen oder geahndet werden. Das ändert sich jetzt durch eine neue Regelung von Seiten der belgischen Bundesregierung.

Man kennt sie, die Verkehrsschilder, die einen Lastwagen auf weißer Fläche und rot umrandet und durchgestrichen zeigen, die darunter ein blaues Schuld aufweisen, auf dem 3,5 Tonnen zu lesen ist. Diese Schilder weisen LKW-Fahrer darauf hin, dass die Durchfahrt von Trucks, die schwerer sind als 3,5 Tonnen hier untersagt ist. Doch bisher war es in Belgien sehr problematisch, hier Strafzettel oder Bußgelder zu verhängen, weil man dazu den betroffenen Lastwagen hätte wiegen müssen.

Das wird jetzt anders, denn die belgische Bundesregierung hat die entsprechenden Regelungen angepasst. Ab sofort gilt nur noch das, was auf dem Verkehrsschild angezeigt wird. Das bedeutet, dass selbst ein leerer 3,5-Tonner dieses Verbotsschilder respektieren muss. Neben dem Verkehrsschild gilt hier auch das Gewicht der LKW auf deren Zulassungspapieren.

Im belgischen Bundesland Flandern gelten zudem ergänzend dazu ebenfalls neue Regelungen. Flämische Kommunen können ab jetzt ANPR-Kameras nutzen, um Lastwagen zu kontrollieren, die möglicherweise gegen die geltenden Verkehrsregeln verstoßen. Damit wird es wesentlich einfacher, zu schwere Lastwagen aus den Innenstädten und Ortskernen zu verbannen. Nicht selten suchen die Trucker nach Wegen, um möglichen Mautgebühren zu entgehen… 

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