Die Fusion zwischen Thalys und Eurostar ist besiegelt: Der Markenname Thalys verschwindet Ende 2023

Die Hochgeschwindigkeits-Bahnunternehmen Thalys und Eurostar haben ihre seit längerem angedeutete Fusion offiziell besiegelt. Ab Jahresende werden alle Schnellzüge zwischen Brüssel, Amsterdam, Köln, London und Paris unter dem Namen Eurostar unterwegs sein. Die Züge bekommen ein neues Logo und der Markenname Thalys wird dann verschwinden.

Das neue Logo von Eurostar nach der Fusion ist ein Stern mit einem Zentrum und dieses Zentrum ist der Bahnknotenpunkt Brüssel, wie Gwendoline Cazenave, CEO der Eurostar Group, andeutete: „Brüssel bildet das Zentrum unseres Netzes, was nur rund 2 Stunden von all unseren Bestimmungen entfernt ist.“ Dieser Stern ist übrigens von „Etoile du Nord“ inspiriert. So hießen die ersten TEE-Züge, die Paris, Brüssel und Amsterdam verbanden und dieses Logo ist heute noch in der großen Halle des Brüsseler Nordbahnhofs zu erkennen.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

"'L' Etoile du Nord" im Brüsseler Nordbahnhof
Andreas Kockartz

In den kommenden Monaten wird das neue Logo auf allen Thalys- und Eurostarzügen angebracht (Fotos). Ansonsten wird sich am Aussehen der Hochgeschwindigkeitszüge nichts ändern - Die Thalys-Züge bleiben vorerst rot und die Eurostars behalten ihre blaue Farbe. In absehbarer Zeit soll es auch nur noch eine gemeinsame Webseite und eine gemeinsame App geben.

Große Ziele

Die neue HST-Gruppe optierte für den Namen Eurostar, da dieser sowohl innerhalb Europas, als auch darüber hinaus inzwischen hinlänglich bekannt ist, so CEO Cazenave. Bis 2030 will die Eurostar Group 30 Millionen Fahrgäste pro Jahr befördern, doppelt so viele, wie 2022. Letztes Jahr nahmen rund 15 Millionen Reisende entweder einen Thalys oder einen Eurostar für ihre Fahrt. Das waren immer noch 15 % weniger Fahrgäste als 2019 vor Corona. Die Zahlen von damals sollen bereits dieses Jahr wieder aufgeholt werden. 

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