Plan gegen Betrug: Belgiens Banken werden die IBAN-Nummern in Zukunft mit den Namen vergleichen

Die Banken in Belgien werden ab 2024 bei Überweisungen die IBAN-Nummern des Begünstigten mit dessen Namen vergleichen. Ziel dieser Vorgehensweise ist eine Absicherung vor Rechnungsbetrug, wie der Dachverband des belgischen Bankwesens, Febelfin, dazu erklärte. Nicht selten werden gefälschte Rechnungen zugestellt und die Adressaten zahlen die entsprechenden Summen auf Konten von Betrügern ein.

Bei Rechnungsbetrug erhalten Privathaushalte oder auch Unternehmen eine Zahlungsaufforderung, die entweder auf elektronischem Wege oder per Brief zugestellt werden. Doch die darauf angegebenen Kontonummern können gefälscht sein. Die Betrüger ersetzen die Kontonummern von Firmen oder Behörden ganz einfach durch ihre eigenen Nummern und ziehen damit dieses Geld ein.

Eine weitere Betrugsmöglichkeit ist auch die, Privathaushalte oder Unternehmen im Namen einer Firma oder einer Behörden dazu aufzufordern, ihre Lastschriften oder ihre Daueraufträge zu aktualisieren. Dabei wird eine neue Kontonummer angegeben, wohl die der Betrüger.

Da es den Kunden bzw. den späteren möglichen Opfern selbst nicht immer möglich ist, diese Kontonummern oder die Identität des vermeintlichen Auftraggebers zu überprüfen, führen die belgischen Banken dazu ein eigenes Kontrollsystem ein. Sie vergleichen ab 2024 die IBAN-Nummern mit den Namen der Begüstigten.

Fallen dabei unkorrekte IBAN-Nummern auf, werden die Bankkunden noch während des Überweisungsvorgangs gewarnt und können diesen Abbrechen. Problematischer wird dies aber bei handschriftlich ausgefüllten Rechnungen auf Papier. Hier könnte es möglich sein, dass auch falscher Alarm ausgelöst wird. Man sollte also darauf achten, gedruckte Überweisungen leserlich auszufüllen. 

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