Jelle Jansegers

Testphase: Die belgische Bahn testet Ruhezonen in Waggons ihrer Züge

Die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB testet seit Dienstag auf einigen Verbindungen sogenannte Ruhewaggons. Bis zum 31. Mai sollen in einigen Zügen auf der Strecke Eupen-Ostende und später auch auf der Verbindung Brüssel-Luxemburg solche Waggons zum Einsatz kommen. 

Die Bahn setzt in den IC-Zügen zwischen Eupen an der Grenze zu Deutschland und Ostende an der Nordseeküste, einer der längsten Laufwege von Reisezügen in Belgien, einen Waggon der 2. Klasse als Ruhezone ein. In diesen Waggons soll mehr Ruhe herrschen. Die Fahrgäste in diesen Waggons sind dazu angehalten, sich eher leise zu unterhalten, nicht zu telefonieren, ihre Mobiltelefone oder Smartphones auf Stumm zu schalten und die Musik in ihren Kopfhörern nicht zu laut aufzudrehen.

Ziel ist, dass Fahrgäste, die gezielt in diesen Waggons sitzen, die Ruhe genießen sollen und dass sich Berufspendler oder -reisende möglichst auf ihre Arbeit konzentrieren können. Zudem sind diese Ruhewaggons der perfekte Ort für Leser.

Plätze in diesen Ruhezonen in Wagen der 2. Klasse sind nicht teurer, als in den anderen Bereichen der 2. Klasse. Und laut NMBS/SNCB braucht man diese auch nicht zu reservieren. Die entsprechenden Waggons werden durch Piktogramme außen und innen gekennzeichnet. Die Zugschaffner werden bis zum Abschluss der Testphase regelmäßig Formulare in diesen Waggons verteilen und die Fahrgäste dort darum bitten, diese zur Erfahrungssammlung auszufüllen.  

Solche Ruhewaggons sind bei der niederländischen Staatsbahn NS bereits seit rund 20 Jahren zu finden und bei der Deutschen Bahn sind solche Waggons in den IC- und ICE-Zügen ebenfalls zu finden. Bei der DB gibt es sogar sogenannte „Handy-Wagen“, in denen nach Herzenslust telefoniert werden kann… Hier können solche Plätze auch reserviert werden. 

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