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Misslungener EM-Auftakt für die Red Flames: 0:1-Niederlage gegen die Italienerinnen

Das war nicht der Start, den sich die Flames erhofft hatten. Die belgischen Fußballfrauen haben ihr erstes EM-Spiel in Sitten in der Schweiz nur knapp gegen Italien verloren. Der Start war vielversprechend, doch ein Gegentreffer kurz vor der Halbzeit wurde ihnen zum Verhängnis. Schon jetzt braucht es ein halbes Wunder, um das Viertelfinale zu erreichen.

Andreas Kockartz
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Eine Befreiung oder ein frühes Todesurteil: Was würde der EM-Auftakt der Flames bringen? Selten war ein erstes Spiel bei einem großen Turnier so richtungsweisend wie das Duell gegen Italien. Vielleicht begannen beide Teams die Partie zunächst mit gezogener Handbremse.

Zu echten Torchancen kam es nicht, aber es gab Momente der Hoffnung. Wullaert sorgte für Gefahr, die Flames erzwangen zwei Ecken - eine ihrer Waffen. In der ersten halben Stunde fehlten nur etwas Glück und Präzision. Der Plan, an dem Nationaltrainerin Elisabet Gunnarsdottir - trotz 30°C im schwarzen Anzug - so lange gearbeitet hatte, ging also auf - zunächst.

Die Azzurre kamen über einige kleine Chancen nicht hinaus. Und auch in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit gab es schöne Kombinationen nach vorne, doch Eurlings konnte zweimal eine Flanke nicht erreichen und ein Schuss von Toloba war zu schwach. Die größten Chancen hatte Wullaert kurz vor der Halbzeit. Doch sie verpasste gleich zweimal. Das sollte sich rasch rächen. In der 44. Minute ließen die Flames Arianna Caruso viel zu viel Platz. Ein Versäumnis, das die Italienerin mit einem fulminanten Schuss bestrafte (0:1).

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Ariana Caruse mit dem einzigen Treffer der Partie

Zweite Halbzeit

Können sich die Flames nach einem solchen Rückschlag noch aufraffen? Der gute Wille war da, aber echte Chancen zum Ausgleich blieben aus. Ein Kopfball von Wullaert brachte die einzige belgische Gefahr nach der Halbzeitpause. Italien kontrollierte das Spiel und hätte die Flames kurz nach einer Stunde fast in die Knie gezwungen. Torhüterin Lichtfus rettete die Hoffnungen auf einen Punkt mit einem feinen Fußabpraller nach einem Schuss von Girelli.

Gunnarsdottir sah sich gezwungen, einzugreifen. Die eingewechselten Wijnants und Detruyer sollten im Angriff für Gefahr sorgen. Doch die kam nicht wirklich. Im Gegenteil. Die gewieften Italienerinnen nutzten jeden halben Fehler der Belgierinnen, um das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, waren aber gleichzeitig selbst dreimal einem weiteren Treffer nahe. Die Flames fanden auch in der 9-minütigen Nachspielzeit nicht zum Ausgleich.

So blieb es zwangsläufig beim 0:1. Ein unnötig mieser Start in diese Europameisterschaft für die Flames. In der Gruppe B besiegte Spanien die Portugiesinnen mit 5:0 deutlich. Die Red Flames müssen am 7. Juli gegen Spanien und am 11. Juli gegen Portugal antreten. Die Belgierinnen befinden sich jetzt in einer Lage, die sie nicht alleine kontrollieren können. Jetzt müssen sie zwangsläufig auf die Mithilfe ihrer Gruppengegnerinnen hoffen…  

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