Kurz vor dem WM-Spiel der Roten Teufel gegen die Gastgebermannschaft USA in Seattle in der Nacht zum Dienstag wurde die Rotsperre gegen Amerikas Torjäger Folarin Balogun aus der Partie gegen Bosnien-Herzegowina aufgehoben und zu einer Bewährung ausgesetzt. Während Belgiens Trainer Rudy Garcia von einem Aprilscherz im Juli spricht, ist US-Präsident Donald Trump hocherfreut. Medienberichten zufolge soll Trump mit FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen haben, was der Präsident später bestatigte… Am Montagnachmittag wurde bekannt, dass der belgische Fußballverband KBVB offiziell gegen die Spielberechtigung von Balogun in Berufung gegangen ist, doch diese Klage wurde verworfen.
WM-Spiel Belgien gegen die USA: Rotsperre gegen Balogun aufgehoben – Belgien ging in Berufung, doch die Klage wurde verworfen
Er sei hocherfreut, dass die Rotsperre gegen Balogun aufgehoben sei, so US-Präsident Trump nach der Meldung, dass der Welt-Fußballverband FIFA diese aufgehoben hat und in eine Bewährung umwandelte. Damit darf Folarin Balogun gegen Belgien antreten. Das bedeutet auch, dass die Roten Teufel um Nationaltrainer Rudy Garcia an einer neuen Taktik arbeiten müssen, denn bisher plante man im belgischen Basislager in Seattle ohne den US-Torjäger.
Laut der US-Zeitung New York Times, die sich auf drei Quellen beruft, soll Trump FIFA-Boss Infantino per Telefon persönlich darum gebeten haben, die Sperre gegen Balogun nach der Roten Karte aus dem Bosnien-Spiel zu überprüfen. Dies war natürlich ein heftiger Vorwurf. Doch im Laufe des Tages bestätigte Trump offiziell, dass er angerufen habe mit der Bitte, den Vorgang um die Rote Karte bitte mal zu überprüfen...
Inzwischen sagen Fußballfans aus allen Ländern, nicht nur aus Belgien, dass „eine Rote Karte eine Rote Karte“ ist. Dem stimmen sogar US-Fans zu… Das Spiel zwischen Belgien und den USA wird in Seattle in der Nacht zum Dienstag um 2 Uhr (MEZ) angepfiffen - mit oder ohne Balogun...
Belgiens Fußballverband ging offiziell in Berufung
Der belgische Fußballverband bestreitet offiziell die Spielberechtigung von Folarin Balogun für das Spiel zwischen den USA und Belgien am frühen Dienstagmorgen. Dies gab der KBVB in einer Pressemitteilung bekannt.
„Der KBVB hat von der FIFA bisher weder eine Entscheidung noch eine Erklärung zu diesem Thema erhalten. Daher sieht er sich gezwungen, die Spielberechtigung des betreffenden Spielers für das bevorstehende Spiel offiziell anzufechten.“
„Ungeachtet des sportlichen Ergebnisses dieser Partie ist der KBVB über den Verlauf der Ereignisse zutiefst besorgt. In den kommenden Stunden, Tagen und Monaten wird er sich weiterhin für die Verteidigung der Grundprinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und der Interessen des Fußballs als Ganzes einsetzen.“
Doch der Welt-Fußballverband verwarf die Klage der Belgier und gab zu verstehen, dass Folarin Balogun spielberechtigt bleibe. Eine plausible Erklärung für den gesamten Vorgang bekam der KBVB nicht.
Auch die UEFA schaltet sich ein
Der belgische Fußballverband KBVB will diese Angelegenheit überprüfen lassen und hat Einspruch erhoben. Inzwischen meldet sich auch der europäische Fußballverband UEFA, der die FIFA heftig kritisiert: „Die FIFA hat eine rote Linie überschritten. Diese Entscheidung ist nie gesehen, unverständlich und nicht zu rechtfertigen.“
Fußball basiere auf Regeln, die den Boden für ehrliche, aufrechte und transparente Wettbewerbe bilde, so die FIFA weiter: „Manchmal kann man Regeln interpretieren. In diesem Fall ist das nicht der Fall. Eine automatische Sperre von mindestens einem Spiel nach einer Roten Karte ist keine Ermessensentscheidung und bedarf keiner Entscheidung einer zuständigen Instanz. Es handelt sich um einen in den Statuten verankerten Grundsatz, von dem es keine Ausnahmen gibt, erst recht nicht mitten in einem Turnier, in dem sich mehrere andere Spieler in derselben Situation befanden und ihre Sperren bereits abgesessen haben.“
